Hartlieb – Lymph Fachzentrum | Tipps
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Tipps

Allgemeine Verhaltensregelungen

  • • Verletzungen, Überanstrengung,   Hitze und Kälte vermeiden.
  • • Liegen und Laufen ist lobenswert,   Sitzen und Stehendagegen schlecht!

Kleidung

  • • Tragen Sie bequeme und locker    sitzende Kleidung. BH-Träger,    Gummizüge, Röcke, Hosen und    Gürtel dürfen nicht einschnüren    oder Druck ausüben.
  • • Die freie Atmung ist wichtig. Achten   Sie darauf, dass Ihre   Bewegungsfreiheit erhalten bleibt   und der Lymphabfluss nirgendwo   behindert wird.
  • • Tragen Sie bequeme Schuhe mit   flachen Absätzen, eventuell   orthopädisch verordnete Einlagen   tragen.
  • • Kein luftundurchlässiges Schuhwerk   (z.B. Gummistiefel) tragen.

Haut- und Körperpflege

  • • Tragen Sie die vom Arzt   verordneten Kompressionsverbände   /-strümpfe täglich.
  • • Achten Sie auf Sauberkeit und   gründliche Hautpflege.
  • • Verwenden Sie Reinigungsprodukte   mit saurem pH-Wert. Alkalische   Seifen können den Säureschutzfilm   der Haut zerstören und die Haut   trocken und rissig machen.
  • • Pflegen Sie die Haut abends   gründlich mit fettarmen Cremes. Die   Hautpflegeprodukte können über   Nacht gut einziehen und setzen sich   somit nicht in Ihrer   Kompressionskleidung fest.
  • • Verwenden Sie keine hautreizenden   oder allergisierenden Kosmetika.   Achten Sie auf die Inhaltsstoffe und   lassen Sie sich ggf. beraten.
  • • Achten Sie bei der Nagelpflege   darauf, den Nagelfalz nicht zu   verletzen.
  • • Schützen Sie beim Sonnenbad Ihre   Haut unbedingt vor Austrocknung   und Sonnenbrand.
  • • Vermeiden Sie knetende Massagen   des Ödembereiches und kratzende,   feste Hautbürsten
  • • Suchen Sie bei ersten Anzeichen   einer Pilserkrankung (juckende   Rötung, gelbe oder brüchige Nägel,   Einrisse zwischen den Zehen) sofort   Ihren Arzt auf.
  • • Tragen Sie stets ein Fläschchen   Desinfektionsmittel bei sich.

Sport

  • • Sport und Bewegung sind   grundsätzlich vorteilhaft.
  • • Tragen Sie beim Sport Ihre   Kompressionskleidung. Der   entstauende Effekt wird dadurch   verstärkt.
  • • Keine abrupten Bewegungen der   geschwollenen Extremität (Vorsicht   bei Sportarten wie Tennis, Squash,   Fußball, etc.)
  • • Keine Verletzungen riskieren.   Deshalb lieber Langlauf als alpines   Skilaufen. Für Patientinnen mit   Lipödem eignen sich besonders   Schwimmen oder Nordic Walking.

Ernährung

  • • Versuchen Sie, Ihr Normalgewicht    zu erreichen und zu halten.    Bekämpfen Sie Ihr Übergewicht mit    ausgewogener Ernährung und    Bewegung. Viel frisches Obst,    Gemüse und Vollkornprodukte    helfen Ihnen dabei.
  • • Verzichten Sie auf Zucker,    Süßigkeiten und Nahrungsmittel    aus weißem Mehl. Kochen Sie    salzarm.
  • • Trinken Sie nach Durstgefühl so viel   Sie wollen, aber mindestens zwei   Liter pro Tag.
  • • Rauchen ist gesundheitsschädlich.   Besser, Sie gewöhnen es sich ab.

Haushalt und Garten

  • • Vermeiden Sie bei der Garten- und   Hausarbeit Verletzungen der Haut   wie Schürfungen, Kratzer, Schnitte,   Insektenstiche und Bisse durch   Haustiere. Tragen Sie Handschuhe.
  • • Beine nicht übereinander schlagen
  • • Bevorzugen Sie die Treppe, es muss   nicht immer der Aufzug sein.
  • • Mehrmals täglich das betroffene   Bein hochlegen.

Am Tag

  • • Spezielle entstauende gymnastische   Übungen – falls vom Arzt verordnet   – in Kompressionsstrümpfen   durchführen.

In der Nacht

  • • Falls verordnet: nach sorgfältiger   Hautpflege die betroffene   Extremität bandagieren.
  • • Betroffene Arme oder Beine   hochlagern

Urlaub

  • • Reisen Sie v.a. in gemäßigte   Klimazonen
  • • Lassen Sie sich vorher von Ihrem   Arzt beraten und wenn nötig   Medikamente verschreiben (z.B.   Antibiotika für den Notfall)
  • • Legen Sie bei längeren Reisen   Pausen für gymnastische Übungen   ein.
  • • Achtung beim Sonnenbad
  • • Achten Sie beim Autofahren darauf,   dass der Sicherheitsgurt nicht   einschneidet.
  • • Desinfektionstücher mitnehmen

Physiotherapie / Krankengymnastik

  • • Keine Wärmebehandlungen wie   Fango am ödematösen Bereich,   Solarium, heiße Bäder oder   tiefenwärmende Elektrotherapie.

Arzt

  • • An der betroffenen Extremität bitte   Blutdruckmessung, Akkupunktur,   Injektion und Blutabnahme   vermeiden. Diese Manipulationen   können Ödeme auslösen.
  • • Akzeptieren Sie die manuelle   Lymphdrainage nicht als isolierte   Therapiemaßnahme. Eine   begleitende   Kompressionsbehandlung ist   zwingend notwendig.

Suchen Sie sofort einen Arzt auf:

  • • Wenn Schmerzen auftreten und /   oder die Muskelkraft nachlässt
  • • Wenn sich die Schwellung trotz   adäquater Behandlung verstärkt
  • • Wenn Entzündungen an den Beinen   mit Schmerzen, Rötungen, Flecken   oder Schüttelfrost auftreten   (Wundrose = Erysipelinfekt)

Genießen Sie das Leben
Wir möchten, dass Sie mit Ihren Beinen leben und nicht für Ihre Beine.